„Fluchtort Wesel – Heimat Wesel?“
Ein Projekt des Stadtarchivs Wesel in Kooperation mit der Ida Noddack Gesamtschule.
Wesel war in der Vergangenheit immer wieder Zufluchtsort von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen aus ihrer Heimat fliehen mussten.
Für die Stadt prägend waren die protestantischen Glaubensflüchtlinge aus den Niederlanden und der Wallonie, die im 16. Jahrhundert in der Stadt aufgenommen wurden. Als Anerkennung für die Gastfreundschaft überreichten die niederländischen Gemeinden 1578 dem Weseler Stadtrat die beiden Geusenbecher, in die erstmals der Ehrenname „Vesalia hospitalis“ (gastfreundliches Wesel) eingraviert war.
Vor diesem historischen Hintergrund forschen Schülerinnen und Schüler der Ida Noddack-Gesamtschule mit Migrationshintergrund in den historischen Quellen des Archivs. Sie setzen sich mit der Frage auseinander, wie Flüchtlinge in Wesel nach 1945 aufgenommen wurden und welche Erfahrungen sie hier gemacht haben. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei auf dem Vergleich zwischen historischen und aktuellen Fluchterfahrungen, um den Begriff Heimat aus verschiedenen Perspektiven zu reflektieren.
Die Ergebnisse werden in Form einer Ausstellung präsentiert, die am 19. November 2026 im Bühnenhaus eröffnet wird. Eingerahmt wird die Ausstellung durch ein Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern sowie Vertretern früherer und gegenwärtiger Flüchtlingsgruppen, welches vom Leiter des städtischen Fachbereichs 4, Herrn Urban Beckmann, moderiert wird. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert, die auch an anderen Orten der Stadt gezeigt werden kann.
Das Projekt wird mit Mitteln des Landes aus dem Förderprogramm „Heimat-Werkstatt“ unterstützt.
Auf dieser Seite werden wir regelmäßig über das Projekt berichten.
